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Studium (Beratung, Unterstützung)

Menschen mit Sehbehinderungen ist nach der Hochschulreife (Abitur) natürlich auch ein Studium möglich. Dafür stehen alle Hochschulen des Landes NRW grundsätzlich offen.
Nützlich kann es sein, sich vor Beginn des Studiums über mögliche Unterstützungsmaßnahmen für Menschen mit Sehbehinderung vor Ort, die räumlichen Gegebenheiten und Anfahrtsmöglichkeiten zu der Hochschule zu informieren. Dort, wo es eine spezifische Beratung für behinderte Studierende oder sogar Literaturumsetzungsdienste gibt, kann der Einstieg leichter sein.

Da ein Studium eine hohe Selbstorganisation erfordert, die Universitätssysteme aber recht groß und unüberschaubar sind, sowohl von der Studiums- und Seminargestaltung als auch von baulichen Strukturen, verbleiben oft für Sehbehinderte strukturell oder studien-technische Barrieren, im Besonderen bei der Beschaffung von Literatur in einer für sie lesbaren Form und deren Be- und Weiterbearbeitung.

An einigen Unis gibt es Unterstützungsdienste, die Beratung, Literaturaufbereitung u.a. anbieten.
Bei den gesetzlich zustehenden Prüfungsmodifikationen kann Hilfe notwendig werden, um über Nachteilsausgleiche zu wissen und diese in Anspruch nehmen zu können. Die Hochschulen haben oder sollten zumindest einen Beauftragten für Behindertenangelegenheiten haben.
Ebenfalls gibt es an einigen Orten Selbsthilfegruppen behinderter und chronisch kranker Studierender oder Behindertenreferate innerhalb der Studentenausschüsse (AStA).

Bundesweit kann man sich an derzeit (Stand Feb. 2016) an vier Stellen wenden:

1) Deutsches Studentenwerk
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
- Studium und Behinderung -
Tel.: 030 29 77 27 - 64
Fax: 030 29 77 27 - 69
E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de

Hier finden sich online:
Infos zu den Nachteilsausgleichen,
das Handbuch Studium und Behinderung des DSW

2) "Informations- und Beratungsstelle zum Thema Studieren mit Behinderung und / oder chronischer Erkrankung"
kombabb-Kompetenzzentrum Behinderung-Studium-Beruf NRW
Reuterstraße 161
53113 Bonn
Tel. 0228 9474 4512
Fax. 0228 9091 7058
kontakt@kombabb.de

3) Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium
und Beruf
www.dvbs-online.de

Die Fernuni Hagen bietet für ihre Studiengänge adaptierte Materialien in Braille, Großdruck, DAISY-Bücher oder digital an. Informationen gibt es bei der

FernUniversität in Hagen
Zentrums für Medien und IT (ZMI)
Arbeitsbereich Audiotaktile Medien
Universitätsstr. 21
58084 Hagen
E-Mail: zmi@fernuni-hagen.de
Telefon: +49 2331 987-2809
Fax: +49 2331 987-2720

Folgende Hochschulen konnten wir anhand einer Internetrecherche finden, die derzeit in NRW eine Beratung oder Unterstützung anbieten (bitte Ergänzungenn mitteilen):

TU Dortmund
Zentrum für HochschulBildung -
Bereich Behinderung und Studium (DoBuS)
Emil-Figge-Str. 50
44221 Dortmund
E-Mail: dobus@tu-dortmund.de
Infos:
Unterstützung sehgeschädigter Studierender
• Ibs Dortmund (Interessengemeinschaft behinderter und nicht behinderter Studierender)

Ruhr-Uni Bochum
BZI Beratungzentrum Inklusion Ruhr-Uni Bochum
Beratung für behinderte und chronisch kranke Studierende
Akademisches Förderungswerk
Harry Baus
Studierendenhaus, Raum 0/40
Tel.: 0234/32-11 530
E-Mail: Harry.Baus@akafoe.de

Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe
EFH Bochum
KuBuS (Krankheit und Behinderung und Studium)
Beauftragte für Belange chronisch kranker und behinderter Studierender,
Kathrin Römisch
Email: roemisch@efh-bochum.de

RWTH Aachen
Beauftragte für die Belange behinderter und chronisch kranker Studierender
Telefon 0241 80 93792
E-Mail ibs@asta.rwth-aachen.de

Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Münsterstraße 156
40476 Düsseldorf
Arbeits­stelle Barriere­freies Studium
Präsidiumsbeauftragte für behinderte und chronisch kranke Studierende
Universitätsstr. (Campus Süd)
Gebäude 24.21. / Raum 01.83 (1. Stock)

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Aachen - Köln - Münster - Paderborn
AK Behinderung und Studium (BuS)

 

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