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Nachlese 2015 des Jugendwochenende des BFS-NRW e.V.

 Hier als Nachlese des Erlebnispädagogischen Jugendwochenende für sehbehinderte und hochgradig sehbehinderte Schülerinnen und Schüler von 12-16 Jahren des BFS-NRW e.V. mehrere Teilnehmerberichte.

Bericht über das Jugendwochenende vom 04.-06. September 2015

Das Jugendwochenende 2015 ging von Freitag, dem 4. September bis Sonntag, den 6. September. Zuerst konnten wir uns in unseren Zimmern einrichten. Ich hatte mit zwei anderen Jungen ein Dreierzimmer. Um 18:00 Uhr gab es dann Essen. Am Abend gab es Currywurst mit Pommes. Das mögen natürlich viele Jugendliche. Man wurde dort sehr gut bedient und es gab nicht nur Hilfe für die Blinden, sondern auch den Sehbehinderten wurde Hilfe angeboten. Nach dem Essen ging es um 19:30 Uhr los mit einer kleinen Vorstellungsrunde, wo jeder seinen Namen, sein Alter, seine Schule mit der Stadt und seine Hobbys bekannt gab. Danach durften wir wählen, was wir machen wollten. Es wurde uns freigestellt, ob wir kegeln gehen wollen oder lieber schwimmen. Einige wollten lieber schwimmen, einige lieber kegeln so wie ich und es gab auch einige, die sich nicht recht entscheiden konnten und am liebsten kegeln und schwimmen wollten. Dann haben wir nicht demokratisch abgestimmt, stattdessen haben wir zuerst eine Stunde gekegelt und danach konnten, die die wollten, schwimmen gehen. Auch so ungefähr eine Stunde. Das fand ich zum Beispiel ziemlich gut, da man so eigentlich alle zufrieden gestimmt hat. Keiner musste zum Beispiel mit schwimmen gehen, was ich auch nicht getan habe.

Foto: Bewegung und Spaß im schwimmbad

Der nächste Tag war der Samstag. Leider hat es bis zum Morgen geregnet, so dass wir nicht Segelfliegen gehen konnten. Nun mussten schnell ein paar Angebote her. Jetzt mussten schnell neue Ideen her. Nach einer Weile standen zwei Angebote fest, zwischen denen wir uns entscheiden konnten: Entweder wir fuhren zur Sommerrodelbahn oder in den Kletterwald. Es gab eine kleine Mehrheit bei der Sommerrodelbahn. Das gefiel denen, die sich für den Kletterwald entschieden haben, wo auch ich dabei war, am Anfang ganz und gar nicht. Doch als wir dort waren und es ausprobiert haben, hat es mir großen Spaß gemacht. Ich bereue es nicht, dass ich es probiert habe. Dafür, dass wir nicht Segelfliegen gehen konnten, haben wir eine gute Alternative gehabt.

Foto: 2 Teilnehmer auf einem Soimmerrodel-Schlitten

Nächstes Jahr haben wir aber vor, wieder mit dem Segelflugzeug in die Luft zu gehen. Dann hatten wir etwas Freizeit bis es Zeit war am Abend zu grillen. Oft habe ich mit anderen Teilnehmern einige Spiele gemacht. Auch am Abend nach dem Grillen kamen noch einige dazu. Danach saßen wir noch draußen am Lagerfeuer und haben ein bisschen gesungen und Stockbrot gemacht. Auch viele neuere Lieder haben wir gesungen. Es war richtig gemütlich und echt nett. Jeder konnte sich Lieder wünschen. Irgendwann sind dann alle nach und nach ins Bett gegangen.
Nun stand der letzte Tag dieses Wochenendes an. An diesem Tag gingen wir Bogenschießen. Wir schossen in einer speziellen Halle und mussten uns in drei Gruppen einteilen. Dann suchten wir uns jeder einen Bogen aus. Uns wurde gezeigt, wie man damit umgeht. Gut war aber, dass sie uns alles noch mal gezeigt haben, denn ganz genau habe ich das nicht gesehen. Die ersten Schüsse waren trotzdem nicht einfach. Doch zum Glück konnten wir nur mit Erwachsenen schießen, die uns erst richtig hingestellt hatten, was bestimmt auch sicherer war. Zuerst schossen wir einfach so zur Übung, dann wurde ein Ballon in die Mitte gehängt und schließlich noch ein schwarzer Würfel, der sich bewegt hat. Das war nicht einfach, den Ballon oder den Würfel zu treffen. Den Ballon habe ich z.B. nicht getroffen. Allerdings hat es trotzdem ziemlich großen Spaß gemacht.

Foto: Anleitung zur Halung des Bogens

Dann war der Spaß und das Jugendwochenende leider vorbei. Ich fand gut, dass wir wirklich viel Programm hatten. Selbst als wir nicht Segelfliegen gehen konnte, haben wir trotzdem eine gute Alternative gefunden. Das abendliche Singen war auch super toll. Auch ein bisschen Freizeit ist immer nicht schlecht. Ich bin froh, dass ich mitgefahren bin.
(Teilnehmer Florian 16 Jahre)

Jugendwochenende 4-6.9.15

Wer sich noch an das Wochenende vom 4-6.9.2015 erinnern kann, wird feststellen das es ein sehr graues Wochenende war. Jedoch hat das die Veranstalterin Elisabeth Krych nicht davon abgehalten, dass Jugendwochenende für sehbehinderte und blinde Jugendliche des BFS-NRW e.V. stattfinden zu lassen.

Foto der Teilnehmer in der Turnhalle

Das Wochenende startete logischerweise am Freitag. Gegen 17:00 Uhr sollten alle eintrudeln. Das hat in den meisten Fällen sogar funktioniert. Vorausgesetzt man ist nicht mit der Deutschen Bahn gefahren. Die sind aus mir unerfindlichen Gründen circa 30 Minuten zu spät gekommen. Als erstes war Zimmer beziehen und Abendessen dran. Mit anschließender Vorstellungsrunde. Dabei ist aufgefallen, dass wieder ein ziemlich verrückter Haufen dabei war. Nach dem Hallo sagen ging es dann auch schon los, denn so gegen 19:00 Uhr ging es zur hauseigenen Kegelbahn und danach zum hauseigenen Schwimmbad. Wie geil ist das denn? Nach dem wir uns ausgetobt hatten war auch schon Sandmännchen Zeit. Was soviel heißt wie: „oh schon 0:30 Uhr, ich glaube wir sollten mal schlafen gehen." Das Aufstehen am nächsten Morgen war dementsprechend etwas mühsam. Spätestens beim Frühstück hat jeder von uns mal aus dem Fenster geschaut, auch wenn es aus Versehen war. Auf jeden Fall war das Wetter überhaupt nicht geeignet für unsere Aktivität die wir eigentlich geplant hatten. Ach ja, diese Aktivität war übrigens Segelflugzeug fliegen. Wobei wir nur mit geflogen wären. Trotzdem richtig geil. oder? Naja, also ist das Segelfliegen ins Wasser gefallen. Wort wörtlich. Was für eine Ironie ist es dann, auf eine Sommerrodelbahn zu gehen. Denn genau das haben wir dann auch gemacht. Und wenn wir mal ehrlich sind, war das auch voll cool. Wir hatten sogar Glück, es hat nicht geregnet. Am Abend wurde dann wieder das Schwimmbad gestürmt und danach wurde gegrillt, es gab Stockbrot am Lagerfeuer und haben laut und kräftig gesungen. Irgendwann, waren wir alle so fertig. Aber um ehrlich zu sein, habe ich keine Ahnung wieso. Am nächsten morgen war Bogenschießen dran. Mit so richtigen Bögen und echten Pfeilen. Es klingt zwar irgendwie blöd mit Sehbehinderten Bogen schießen zu gehen aber trotzdem hat es voll gut funktioniert. Jeder hat mal ins Schwarze getroffen. Na gut, die schwarze Scheibe hatte aber auch ein Durchmesser von knapp einem halben Meter.
Tja und dann war schon Mittagessen und Ende. Schade eigentlich. Es hat mal wieder richtig Spaß gemacht. Ich habe alte Freunde wieder gesehen und neue Freunde gefunden. Jeder der die Möglichkeit hat, an dieser tollen Veranstaltung teilzunehmen, sollte es unbedingt tun.
(Teilnehmer Pascal 16 Jahre)

Einige Jugendliche beim Minigolf

Erlebnisbericht vom Schülerwochenende in Bad Meinberg

Mein Vater, mein Bruder und ich kamen schon am Donnerstag den 3.9. in Bad Meinberg an, das Schülerwochenende startete allerdings erst am Freitag um 17:00 Uhr.
Nachdem wir wie jedes Mal gemeinsam zum Abendessen gegangen waren gingen wir alle zusammen zur Kegelbahn des Hotels. Dort gab es dann noch eine Vorstellungsrunde und danach konnten wir, je nach dem, was wir wollten kegeln; schwimmen oder uns anders beschäftigen. Für Samstag war das Segelfliegen geplant, da es jedoch über Nacht geregnet hatte und der Flugplatz auf einem Feld lag, das durch den Regen natürlich aufgeweicht war, suchten wir nach Alternativen. Es gab die Idee in einen Kletterpark zu gehen, Kart zu fahren oder auf eine Sommerrodelbahn zu gehen. Letztendlich entschieden wir uns für die Sommerrodelbahn. Ich selbst bin bei solchen Sachen meistens „etwas" ängstlich, als ich es dann trotzdem ausprobierte hatte ich ebenfalls sehr viel Spaß. Im Verlaufe des Nachmittags kamen wir dann zurück und konnten uns frei beschäftigen womit wir wollten.
Da es eine Art Tradition beim Treffen ist, grillten wir und sangen danach noch zusammen am Lagerfeuer.
Sonntags fuhren wir nach dem Frühstück los zu einem Verein, wo uns das Bogenschießen gezeigt werden sollte. Es gab dazu Erklärungen und Hinweise der Lehrer und dann durften wir auch schon selbst ran. Erst schossen wir auf eine Zielscheibe aus Styropor, danach auf platzierte Ballons. Da wir bei den vorherigen Treffen Zielschießen mit Gewehren gemacht hatten war es eine tolle und interessante Abwechslung.
Da wir nach dem Mittagessen bald abreisen würden fand die Abschlussrunde direkt im Schießverein statt.
Danach noch zum Mittagessen, Sachen fertig packen und dann hieß es auch schon wieder Tschüss.
Ich persönlich war schon mehrmals bei diesem Schülerwochenende dabei und es hat mir wie bei den anderen Malen auch wieder sehr viel Spaß gemacht.

Ich hoffe, dass ich auch nächstes Jahr wieder dabei sein kann, vor allem weil das Wochenende auf drei Tage verlängert wird.

Wanderung mit E. KRych in der Natur

Meiner Meinung nach sollte man zu diesem Wochenende folgendes mitbringen:

  • gute Laune
  • den Wunsch neue Menschen kennen zu lernen
  • und eine große Portion Humor.

(Teilnehmer León 15 Jahre)


Anmerkung: das nächste Erlebnispädagogische Jugendwochenende für sehbehinderte hochgradig sehbehinderte Schülerinnen und Schüler von 12-16 Jahren findet vom 30. September bis zum 03. Oktober 2016 im AURA in Bad Meinberg statt.

Das Erlebnispädagogische Jugendwochenende konnte mit Unterstützung der AOK Rheinland/Hamburg durchgeführt werden.

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